Der Name attac sagt den meisten Menschen nichts. Andere wiederum wissen sofort, dass sie es mit einem Haufen durchgeknallter Fanatiker zu tun haben. Um dennoch Gehör zu finden, greift attac gerne mal auf “Tarnorganisationen” wie das Netzwerk Steuergerechtigkeit zurück oder schleust ihre Vertreter bei politischen Parteien ein. Der jüngste Coup: Am heutigen Samstag verteilte attac ein täuschend echt aufgemachtes Plagiat der Wochenzeitung DIE ZEIT, voll gepackt mit plumper attac-Propaganda.
Ganzer Artikel “ATTAC und DIE ZEIT - oder: Die perfekte Propaganda”
Im Interview mit der Zeitschrift Super Illu forderte Bundespräsident Horst Köhler eine “Agenda 2020“, um die Arbeitslosigkeit weiter zu verringern und Vollbeschäftigung in Deutschland zu erreichen. Bei einer Fortsetzung der Reformanstrengungen sei dies realistisch.
Ganzer Artikel “Horst Köhler, die “Agenda 2020″ und ATTAC”
Keine Frage: Die Krise an den Finanzmärkten ist ernst und geht mittlerweile über faule Immobilienkredite in den USA deutlich hinaus. Die Unsicherheit ist hoch, das Vertrauen der Märkte in die Banken und das Vertrauen der Banken untereinander schwer angeschlagen. Selbst besonnene Marktteilnehmer wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordern mittlerweile ein höheres Maß an staatlicher Regulierung.
So weit, so gut. Während also Poltiker, Wirtschaftsführer und Notenbanken in aller Welt versuchen, die Lehren aus der aktuellen Entwicklung zu ziehen und besonnene Kurskorrekturen vorzunehmen, freuen sich die Globalisierungskritiker von Attac mal wieder, einen öffentlichkeitswirksamen Anlaß für die Verbreitung ihrer Thesen und Forderungen gefunden zu haben. Wie jüngst im Liechtensteiner Steuerskandal - damals unter dem Label des Netzwerk Steuergerechtigkeit - oder auch in der Diskussion um die Bahnprivatisierung versucht Attac, die aktuelle Aufmerksamkeit für eigenes “Agenda-Setting” zu verwenden.
Ganzer Artikel “Attac und die Finanzmarktkrise”