2008
01
Feb
Tja, Herr Koch …
… das war’s dann wohl. Klar, ein paar Stimmen mehr als die SPD hat die CDU am 27. Januar in Hessen dann doch am Ende noch bekommen. Aber seien wir doch mal ehrlich:
- Die Zuspitzung des Wahlkampfs auf die Problematik Jugend-/Ausländerkriminalität ist vielen Ihrer (potentiellen) Wähler in Hessen sauer aufgestoßen. Eine solche Zuspitzung war unnötig.
- Persönliche Sympathien spielen bei Wahlen eine immer größere Rollen. Und Sie sind nunmal kein Sympathieträger. Das ist zwar letztlich ein Armutszeugnis für den Wähler, aber es ist nunmal so.
Dieses Problem auszusitzen, wird nicht funktionieren. Die Wähler haben Sie als Person abgewählt. Und in gewisser Weise ist das beruhigend: Das Wahlergebnis ist mehrheitlich nämlich kein Votum für Frau Ypsilanti als Person oder das Programm der SPD. Das ist die Chance für die CDU. Eine CDU ohne Roland Koch an der Spitze. Tun Sie Ihrer Partei den Gefallen.
Nachtrag: Hut ab übrigens vor dem ehemaligen schleswig-holsteinische CDU-Landesvorsitzenden Peter Kurt Würzbach, der im FOCUS entgegen der offiziellen Partei-Linie eine ähnliche Forderung aufstellt.
