2008
15
Feb
pp-Serie “Deutsche Spitzenpolitiker”, Teil 1: Kurt Beck
Ehre, wem Ehre gebührt: Kaum ein deutscher Politiker hat es so sehr verdient, unsere Serie “Deutsche Spitzenpolitiker” zu eröffnen wie Kurt Beck.
Kurt Beck wurde 1949 als Sohn eines Maurers geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er eine Ausbildung zum Elektromechaniker. Parallel zu seiner Tätigkeit als Funkelektroniker bei der Bundeswehr besuchte er später die Abendschule und holte dort seinen Realschulabschluss nach. 1972 trat Beck in die SPD ein und arbeitete sich dann vom Mitglied des Kreistags Südliche Weinstraße zunächst zum Bürgermeister, dann zum Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtages und schließlich zum Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz hoch. Zum Partei-Chef der SPD wurde Beck 2006 nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Matthias Platzeck.
Soviel zur Biographie des Herrn Beck. Man soll ja nun die Intelligenz und Kompetenz eines Menschen weder nach seiner Herkunft noch nach seiner formalen Bildung beurteilen, also schauen wir uns doch einmal einige Beispiele für das Wirken des Herrn Beck an:
- Schon im Jahr 2006 entlarvte Kurt Beck den zentralen Grund für Arbeitslosigkeit: mangelnde Körperhygiene! Dem arbeitslosen Bauarbeiter Henrico Frank aus Wiesbaden empfahl er: “Waschen und rasieren Sie sich, dann finden Sie auch einen Job!” So einfach ist die Logik des Kurt Beck.
- Im März 2007 glänzte Kurt Beck mit der Behauptung, Atomkraftwerke würden in Summe mehr CO2 erzeugen als Braunkohlekraftwerke. Trockener Kommentar von Energieexperten: “Die Darstellung von Herrn Beck entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.”
- Wahre Worte schrieb Kurt Beck in einem Beitrag in der FAZ im Juni 2007: “Die Menschen haben ein sicheres Gespür dafür, was wichtig ist und wer sich nur wichtig macht.” (Anm. des Autors: PRUST, ich glaub, der is so doof, der merkt’s nicht mal!)
- Im Sommer 2007 warnen Meinungsforscher Kurt Beck vor einer Kanzlerkandidatur - selbst in der eigenen Partei fehle ihm die Rückendeckung. Kurt Beck zeigt sich unbeindruckt, wie auch schon von dem kurz vorher erschienenen SPIEGEL-Bericht, in dem es heisst: “Die Union verspottet ihn, die SPD zweifelt, die Linke düpiert Kurt Beck.”
- Die im Herbst 2007 verabschiedete Verlängerung des Arbeitslosengeldes für Ältere geht wesentlich auf Kurt Beck zurück. Experten kommentieren kurz und knapp: “Kurt Beck irrt“. Wieder einmal hat Kurt Beck Tatsachen ignoriert und populistisch argumentiert.
- Im Dezember 2007 wettert Kurt Beck gegen die Nokia-Werksschließung in Bochum. Die BILD-Zeitung zitiert ihn mit: “Mir persönlich kommt kein Nokia-Handy mehr ins Haus.” Der SPIEGEL entlarvt derartige Boykottaufrufe kurze Zeit später als “verlogenen Populismus“.
Das Schlimmste am “Phänomen Kurt Beck” ist aber wohl seine mangelnde Selbsterkenntnis: Wer in derart grober Form seine mangelnde persönliche wie intellektuelle Eignung zur Führung dieses Landes verkennt, wird letztlich auch in existenziellen Sachfragen selbstsicher, aber in der Sache gerne auch mal völlig ahnungslos (oder populistisch) und damit im Zweifel schlichtweg falsch entscheiden.
Nachtrag: Als wir Mitte Februar 2008 diesen Beitrag verfassten, ahnten wir nicht, was in den folgenden Monaten alles passieren sollte. Einen guten Überblick liefert die Berichterstattung der Kollegen von SPD Watch über Kurt Beck.
