2008 20
Feb

Die Sachlichkeit der Massenmedien

Tag: Steuerskandaladmin @ 00:11

“Wenn das kleine Fürstentum kein ökonomischer Trittbrettfahrer wäre, der seine Wirtschaftskraft daraus bezieht, dass den Nachbarstaaten Steuergelder vorenthalten werden, dann müsste sich das Fürstenhaus ja gar nicht aufregen über die deutschen Fahndungserfolge.”

So die Anmoderation des heute journal vom heutigen gestrigen Abend. Frau Slomka, vielleicht können wir Ihnen ein wenig auf die Sprünge helfen:

  • Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein regt sich vor allem darüber auf, dass der deutsche Staat ganz offenbar fiskalische Interessen über rechtsstaatliche Prinzipien stellt und - wie ein Hehler - gestohlenes Gut von einem (vermutlich bereits verurteilen) Kriminellen erwirbt. Sollte sich bestätigen, dass - wie gestern gemeldet - der BND über Jahre hinweg systematisch in Liechtenstein spioniert hat, besteht in der Tat noch mehr Grund zur Aufregung.
  • Die Bezeichnung einer anderen Nation als “ökonomischer Trittbrettfahrer” und die Unterstellung, diese Nation würde nur davon leben, anderen Staaten Steuereinnahmen vorzuenthalten, ist allerunterstes Niveau. Liechtenstein profitiert indirekt nur von einem: Absurd hohen Steuern in Ländern wie Deutschland. Und daran hat weniger Liechtenstein Schuld als vielmehr Deutschland.

Bei derart “kritischen Journalisten” haben Politiker natürlich leichtes Spiel, von weitaus ernsthafteren und zudem noch von ihnen verschuldete Angriffen auf das Volkseigentum abzulenken …