2008
24
Jan
“Gewinn reicht für 100 Jahre Gehaltszahlung”
Manche Gewerkschafter und Betriebsräte sind echt putzig. Jüngstes Beispiel ist die Chefin des Nokia-Betriebsrats in Bochum, Gisela Achenbach. Anläßlich der Veröffentlichung der Nokia-Bilanzen kommentierte sie:
“7,2 Milliarden Reinerlös - damit könnten die über 100 Jahre unsere Lohnkosten zahlen.”
Liebe Frau Achenbach, lassen Sie mich Ihnen einige ganz einfache Dinge erklären:
Nokia hat weltweit rund 70.000 Mitarbeiter - nicht nur die knapp 3.000 in Bochum. Den Gewinn des gesamten Unternehmens mit den Gehältern von nicht einmal 5 Prozent der Mitarbeiter in Beziehung zu setzen, ist schlicht und ergreifend dümmlich. (Achja: Leiharbeiter, Subunternehmer und Zulieferer sind dabei noch nicht einmal mitgerechnet. Leisten diese Menschen keinen Beitrag zum Erfolg von Nokia?)
Der Gewinn eines Unternehmens gehört den Eigentümern des Unternehmens. Niemand anderem. Punkt. Ende der Debatte. Mitarbeiter sind Vertragspartner des Unternehmens. Leistung und Gegenleistung sind in Arbeitsverträgen geregelt.
Um es noch deutlicher zu sagen: Es ist NICHT Sinn und Zweck eines Unternehmens, Mitarbeiter zu beschäftigen und zu bezahlen. Unternehmen sind dazu da, für ihre Eigentümer Gewinne zu erwirtschaften. Es ist gut und richtig, dass dafür Menschen gebraucht werden - und für ihre Arbeit bezahlt werden. Mehr aber eben auch nicht.
Quelle: Nokias Traumgewinn reichte für 100 Jahre Lohn (DIE WELT vom 24.01.2008)
